Top 12 Widgets für das Social Media-Dashboard in Google Analytics

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Die Beitragsreihe zum Thema “Dashboards” geht in unserem Blog weiter. Heute wird ein weiteres Dashboard für die Analyse des Traffics und der Userinteraktionen aus den sozialen Netzwerken vorgestellt. Das Team von Google Analytics hat seit einigen Monaten einen weiteren Bereich für die Auswertung von Zugriffen aus sozialen Netzwerken / Medien eingeführt. Mit dem sogenannten “Data-Hub” können nun sogar geteilte URLs oder Aktionen aus sozialen Netzwerken direkt im Analytics analysiert werden. Google konnte einige Partner davon überzeugen bei diesem Vorhaben mitzumachen, leider fehlen einige wichtige Trafficquellen wie Facebook und Twitter in diesem Data-Hub. Eigentlich kann man nur Google Plus im vollen Umfang analysieren, die anderen Daten sind nur teilweise für Analysen brauchbar. Zusätzlich können die Onsite-Aktivitäten wie zum Beispiel das Klicken auf Google Plus-Button oder das Liken von bestimmten Blogbeiträgen direkt im Analytics ausgewertet werden. Hierzu sollte man jedoch das Tracking auf der Seite einstellen, damit auch alle Interaktionen aufgezeichnet werden können.

Dieser Social Media Google Analytics Dashboard kann hier auf der Webseite heruntergeladen werden. Übrigens werden die Dashboards für SEO und Dashboards für Google AdWords (SEM) auch bald zum Download auf der Webseite angeboten.

Jetzt das Social Media Dashboard für Google Analytics herunterladen

Social Media Google Analytics Dashboard

Abbildung 1.0: Dashboard

Für die Erstellung des Dashboards müssen natürlich die Daten gefiltert bzw. segmentiert werden. Bei der Widget-Erstellung hat man die Möglichkeit, mehrere Filter für die Filterung der Daten zu aktivieren. Somit hat man hier zwei Möglichkeiten, die Daten aus den sozialen Netzwerken zu filtern. Entweder man inkludiert über Quellen > Reguläre Ausdrücke:

 (twitter|t.co|hootsuite|tweetdeck|bit.ly|facebook|plus.url.google|linkedin|youtube| reddit|digg|delicious|stumbleupon|flickr|myspace|paper) 

alle sozialen Netzwerke und die dazugehörigen Trafficquellen oder man wählt als Filteroption: Verweis über Quelle der sozialen Interkation > Entspricht genau > Yes aus und filtert somit alle Zugriffe aus sozialen Netzwerken. Bei dieser Option sollte man natürlich wissen, welche verweisende Webseiten überhaupt als soziale Quellen in Google Analytics hinterlegt sind. Für die zusätzliche Aufnahme von weiteren Webseiten mit in das Dashboard sollte man zu der ersten Filtervariante greifen. Diese Filtervariante kann je nach Wünschen und Vorhaben ganz einfach um weitere Quellen ergänzt werden.

Abbildung 2.0: Filterung von sozialen Quellen

Mit der Filterung werden nun alle sozialen Quellen im Account herausgefiltert. Nun kann die eigentliche Arbeit mit der Zusammenstellung von Widgets beginnen. Hierfür wird für die ersten sechs Widgets die berühmte Regel von Avinash Kaushik “Acquisition, Behavior, Outcomes” angewendet.

Social Media-Traffic, User-Verhalten und Umsätze

Abbildung 3.0: Messwerte für die schnelle Analyse

Für eine schnelle Analyse eignet sich die Darstellung von Messwerten, mit dieser Darstellung bekommt man einen schnellen Überblick über die aktuelle Situation auf der Webseite. Im ersten Widget werden die Besuche aus den sozialen Medien angezeigt. In diesem Zusammenhang sollte man immer auf die Prozente des Gesamtwerts achten. Dieser Wert gibt die Auskunft über die Anteile am gesamten Volumen. So kann man hier sehen, dass die Besuche aus den sozialen Netzwerken etwa 16 Prozent vom Gesamtvolumen ausmachen. Unter dem ersten Widget findet man die prozentuale Verteilung an neuen Besuchen aus sozialen Netzwerken. An diesem Messwert sieht man ganz deutlich, dass soziale Netzwerke sich hervorragend für die “Customer-Retention” eignen. Wenn man den größten Teil seiner Umsätze über wiederkehrende Besucher macht, dann ist eine Intensivierung der Maßnahmen in sozialen Netzwerken genau das Richtige, um die Umsätze zu steigern. Wahrscheinlich können die Umsätze nicht den sozialen Netzwerken direkt zugeordnet werden, aber genau solche Retention-Maßnahmen sind für den Unternehmenserfolg maßgeblich.

Neben der Anzahl von Besuchen und den Prozentwerten Neue Besuche werden die Engagement-Metriken für die sozialen Quellen mit Messwerten angezeigt. Meistens haben diese Engagement-Metriken wenig Aussagekraft, wenn jedoch die Metriken an feste Ziele gekoppelt werden, wie man es im vorigen Artikel “4 Ziele, die in jedem Google Analytics Account aktiviert sein müssen!” beschrieben hat, können interessante Kanäle für das Erreichen von Zielen identifiziert werden. An diesem Beispiel sieht man, dass die Besucher aus den sozialen Netzwerken etwa mehr als 3 Minuten auf der Webseite verbringen, das sind insgesamt 37,80 Prozent mehr als im Website-Durchschnitt. Natürlich dürfen die harten Kennzahlen (hard metrics) in diesem Dashboard nicht fehlen. So reicht bereits die Auswertung der Conversion-Rate und den zugehörigen Umsätzen, welche über die jeweiligen Seiten im “Data-Hub” generiert wurden. Für die genaue Analyse sollten die Multichannel-Trichter > Vorbereitete Conversions hinzugezogen werden, denn erst dort können die genauen Werte ausgewertet und analysiert werden.

Besuche und soziale Interaktionen

Abbildung 4.0: Soziale Interaktionen in Google Analytics

Im weiteren Abschnitt werden die Besuche und sozialen Interaktionen in einem Verlauf dargestellt. Solche Verlaufsansichten eignen sich gut, um bestimmte Spikes in den Daten zu identifizieren. Sehr oft hat man einfach nicht genügend Ressourcen, um Google Analytics-Daten zu analysieren, daher kann eine schnelle Analyse anhand von diesen Verläufen gemacht werden. Besonders interessant ist die Korrelation zwischen den Besuchen und sozialen Interaktionen, also likes, shares oder tweets in einem festen Zeitabstand. Hier kann man erkennen, dass, sobald ein Artikel auf der Seite publiziert wird, auch die Interaktionen sofort zunehmen. Bei einem höheren Trafficvolumen können dann Artikel mit den meisten Interaktionen identifiziert und reproduziert werden. Neben den Interaktionen, die von Google Analytics gemessen werden, gibt es noch die Aktivität vom gesamten Data-Hub. Hier werden neben den Interaktionen auch weitere Aktivitäten wie zum Beispiel Trackbacks, Teilen von URLs etc. aufgezeichnet. Im letzten Widget werden dann die einzelnen Interaktionen den sozialen Netzwerken zugeordnet, wobei diese Einstellungen nur mit einer Anpassung auf der Seite aktiviert werden kann. Für WordPress kann ein zusätzlicher Plugin für die Aufzeichnung von Interaktionen nachinstalliert werden.

Soziale Netzwerke und geteilte Inhalte über soziale Netzwerke

Abbildung 5.0: Besuche, Content-Verbreitung und Zielseiten

Die letzten drei Widgets beinhalten weitere Bereiche für die Analyse der Daten. Im Widget “Soziale Netzwerke” sind alle Quellen nach Besuchen in Verbindung mit der Absprungrate sortiert. Aus allen diesen Quellen können nur Informationen von Google+ genauer analysiert und ausgewertet werden. Neben sozialen Netzwerken wird die Content-Verbreitung über diese Quellen angezeigt. So sind hier alle Blogbeiträge nach den sozialen Interaktionen sortiert. In dieser Auflistung werden alle Top-Beiträge zusammengefasst. Wobei diese Daten nicht ganz mit allen Interaktionen auf der Webseite übereinstimmen, manchmal gibt es eben Abweichungen in den Daten! Im letzten Widget sind alle Zielseiten, welche Traffic aus sozialen Quellen bekommen haben, nach Besuchen und Absprungrate aufgelistet. So kann man zumindest sehen, welche Content-Inhalte besonders interessant für die Zielgruppe aus sozialen Medien sind.

Welche Widgets haben Sie in Ihrem Social Media-Dashboard? Wie würden Sie diesen Dashboard noch besser gestalten? Besuchen Sie uns auf Twitter und Facebook. Hier werden regelmäßig Informationen über Google Analytics geteilt.

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Autor: Dimitri Tarasowski

Dimitri Tarasowski

Dimitri Tarasowski studierte an der Heilbronn University und an der USC (Australien) das Fach International Business mit dem Schwerpunkt auf Strategic Marketing. Seit 2006 arbeitet er als unabhängiger SEO Berater für KMU's aus dem süddeutschen Raum. Seit 2007 beschäftigt er sich verstärkt mit Web Analytics und Change Management. Folgen Sie ihm unter @tarasowski und Google+.

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